Russisch-Orthodoxe Kirche

Sophienkathedrale in Novgorod https://de.wikipedia.org/wiki/Sophienkathedrale_(Nowgorod)

Der russische Patriarch sieht die Menschenrechte und die Religionsfreiheit in Russland verwirklicht

NÖK 15.01.2026

Russland: Patriarch: In Russland Menschenrechte und Religionsfreiheit verwirklicht 15. Januar 2026 Russland Der Moskauer Patriarch Kirill sieht in Russland einen vortrefflichen Hort der Menschenrechte und Religionsfreiheit. Im traditionellen Weihnachtsinterview, das vom Sender Rossija 1 zum orthodoxen Weihnachtsfest ausgestrahlt wurde, erörterte das Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK) u.a. die Frage, woher die Spannungen zwischen Russland und dem Westen rührten. Nach dem Ende der Sowjetunion hätten das Volk und die Regierung erkannt, dass Menschenrechte und Religionsfreiheit unbedingt geachtet werden müssen. Zudem seien in Russland inzwischen auch Marktwirtschaft und Freizügigkeit vollumfänglich gegeben. Damit stelle das Land eine sehr attraktive Alternative für die zivilisatorische Entwicklung dar, so der Patriarch: „Wir bieten Werte, die der Westen abgelehnt hat und weiterhin ablehnt.“ Dazu gehöre auch, dass in Russland der christliche Glaube hochgehalten werde, was im Westen nicht der Fall sei. Der Glaube werde dort an den Rand des öffentlichen Lebens gedrängt, basierend auf der falschen Annahme, dass Religion Privatsache sei. Der Patriarch bezichtigte den Westen diesbezüglich auch eines „militanten Säkularismus“. Und er fügte hinzu: „Wir lehnen ab, was im Westen derzeit unter dem Deckmantel der ‚Menschenrechte‘ akzeptiert wird, in Wirklichkeit aber auf die Zerstörung der menschlichen Moral abzielt.“ Moral sei letztlich Gottes Gesetz, „tief in der menschlichen Natur verankert, damit der Mensch leben kann“. Moral, wie Gott sie in die menschliche Natur eingepflanzt hat, sei die Voraussetzung und der Weg zum menschlichen Glück. „Und wenn heute unter dem Deckmantel der Freiheit die persönliche und familiäre Moral zerstört wird, sehen wir, wohin das führt“, so der Patriarch. Er beobachte insbesondere in westlichen Ländern den moralischen Verfall der jüngeren Generation. Nachsatz: „Wenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt.“ Und nochmals bekräftigte der Patriarch: Russland anerkenne alle Rechte und Freiheiten, seine Politik richte sich strikt an den Vorgaben der Vereinten Nationen und an Menschenrechtsorganisationen aus, und man weiche keinen Schritt von diesem Kurs ab. Deshalb stehe man in Konfrontation zur westlichen Zivilisation. „Gerade weil diese Zivilisation die Sünde rechtfertigt und glaubt, Sünde sei keine Sünde, kein Verstoß gegen Gebote oder Lebensprinzipien, sondern ein alternativer Weg der menschlichen Entwicklung.“ In der ROK wurde – gemäß dem Julianischen Kalender – am 6. Januar der Heilige Abend und am 7. Januar der Christtag gefeiert. Patriarch Kirill stand in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar dem festlichen Weihnachtsgottesdienst in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale vor. An dem Gottesdienst nahmen auch zahlreiche hochrangige russische Politiker teil, Präsident Vladimir Putin wurde in der Gottesdienstmeldung des Moskauer Patriarchats aber nicht genannt. In der Glückwunschbotschaft Kirills an den russischen Präsidenten, die vom Patriarchat veröffentlicht wurde, würdigte der Patriarch dafür einmal mehr die unzähligen Verdienste Putins um Russland und die Kirche. Der Präsident kümmere sich unermüdlich um den Wohlstand des russischen Volkes, stärke die Souveränität des Landes und die traditionellen Werte der Gesellschaft. Ausdrücklich würdigte Kirill die guten Beziehungen zwischen Staat und Orthodoxer Kirche. Die gute Zusammenarbeit trage zur Festigung des Volkes, zur spirituellen, moralischen und patriotischen Erziehung der jungen Generation und zum Erhalt des reichen historischen und kulturellen Erbes des Landes bei. Er hoffe, so der Patriarch, dass diese Zusammenarbeit auch weiterhin fruchtbar und segensreich für Kirche und Vaterland sein werde. Patriarch Kirill ist einer der entschiedensten Befürworter und Unterstützer des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)

Russland: Putin bezeichnet Soldaten als Retter mit göttlichem Auftrag

15. Januar 2026

Am orthodoxen Weihnachtsfest hat der russische Präsident Vladimir Putin die russischen Soldaten als Retter bezeichnet. In seiner Rede sprach er von Gott, der oft „Retter“ genannt werde, weil er zur Rettung der Menschen auf die Erde gekommen sei. Die russischen Soldaten „erfüllen sozusagen in göttlichem Auftrag die gleiche Mission: den Schutz des Vaterlands, die Rettung der Heimat und ihrer Menschen“, sagte Putin. Und so habe man in Russland zu allen Zeiten die Soldaten behandelt, nämlich als „die Menschen, die sozusagen in göttlichem Auftrag diese heilige Mission ausführen“.

Der russische Präsident feierte bereits zum dritten Mal in Folge Weihnachten gemeinsam mit russischen Offizieren und Teilnehmern an Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Auf den Bildern und Videos der Feier waren weder Geistliche noch ein Gottesdienst zu sehen. Die Feier fand laut Recherchen von Agentstvo in einer Kirche auf dem Areal einer Einrichtung des russischen Militärgeheimdienstes GRU in der Nähe von Moskau statt.

Der russische Patriarch Kirill wiederholte in seinem traditionellen Weihnachtsinterview seine Ansichten, dass sich „viele“ gegen Russland stellten, weil dieses eine „alternative zivilisatorische Entwicklung“ biete, während im Westen die Jugend degeneriere. Ein neueres Element in seiner Rhetorik war die pauschale Einstufung aller Andersdenkenden als „Vaterlandsverräter“. Es sei zwar schwierig, auf nationaler Ebene einen Konsens zu erreichen. Aber es gebe „Konzepte“, mit denen die Existenzfähigkeit des Staats zusammenhänge, zu diesen müsse unbedingt ein gesellschaftlicher Konsens herrschen. Wenn jemand aus diesem „Konsens herausfällt“, gebe es eine „Definition“ dafür: „Vaterlandsverräter, mit allen daraus folgenden juristischen Konsequenzen“. (NÖK 15.01.26)

Prüfung durch das Gebet – Welche Perspektiven haben die Kriegsgegner in der ROK?

Die Repressionen innerhalb der Russischen Orthodoxen Kirche gegen abweichende Meinungen werden immer stärker. Ksenia Luchenko schildert mehrere Fälle und zeigt (fehlende) Perspektiven für Kriegsgegner in der Kirche auf. Hier weiterlesen: https://osteuropaausschuss.ekir.de/wp-content/uploads/2025/01/KseniaLuchenko.pdf

Großprozession durch das Stadtzentrum von Moskau

aus RGOW 11. September 2025

https://noek.info>nachrichten>osteuropa>russland

Schritte zur Wiederbelebung des Frauendiakonats in der Orthodoxie

aus: RGOW 5/2025

https://osteuropaausschuss.ekir.de/wp-content/uploads/2025/01/Wiederbelebung-Frauendiakonat-in-der-Orthodoxen-Kirche.pdf

Beileidsbekundungen zum Tod von Papst Franziskus

Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios hat Papst Franziskus als „wertvollen Bruder in Christus“ und „wahren Freund der Orthodoxie“ gewürdigt. Weiterlesen …


20. April 2025 West- und Ostkirche haben ein gemeinsames Osterdatum

An Ostern feiern Christen ihr wichtigstes Fest: die Auferstehung Jesu am dritten Tag nach dem Tod am Kreuz. Die Botschaft von Kreuz und Auferstehung ist das Fundament ihres Glaubens. Kerngehalt ist, „dass am Ende das Leben über den Tod, die Wahrheit über die Lüge, die Gerechtigkeit über das Unrecht, die Liebe über den Hass und selbst über den Tod siegen wird“, so der katholische Katechismus.

Seit dem Konzil von Nizäa im Jahre 325 wird das älteste Fest der Christenheit am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert.


Kardinal Koch regt Umfrage zum Ostertermin unter allen Kirchen an

Vatikanstadt ‐ Seit über 400 Jahren feiern Christen in Ost und West Ostern nach unterschiedlichen Kalendern und damit zeitlich meist getrennt. In diesem Jahr ist es anders: Alle feiern am 20. April. Im Vatikan sieht man diese Einheit als Modell für die Zukunft.

Kurienkardinal Kurt Koch hat eine Befragung aller christlichen Kirchen über ein gemeinsames Osterdatum vorgeschlagen. Der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte Koch in einem am Donnerstag, es sei notwendig, ein gemeinsames Osterdatum zu finden, ohne neue Spaltungen zu produzieren. In einer Befragung unter allen christlichen Kirchen und Traditionen könnten verschiedene Vorschläge gemacht werden. Als Möglichkeit nannte Koch den Vorschlag, sich auf einen bestimmten Sonntag im April zu einigen. Man könne aber auch überlegen, Ostern näher an das Datum des jüdischen Pessah-Festes zu binden. Auch ein gemeinsames bewegliches Datum sei denkbar

Kardinal Koch ist der Präfekt des vatikanischen Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen. Die christlichen Kirchen der östlichen und der westlichen Traditionen feiern das Osterfest gemäß ihren jeweiligen Kalendern. Im Westen gilt seit Ende des 16. Jahrhunderts der gregorianische Kalender, im Osten der antike julianische Kalender. Dadurch ist das Osterdatum, das an den Frühlingsanfang gekoppelt ist, im Osten und im Westen oft unterschiedlich. Nur in einigen Jahren, so auch in diesem Jahr, fällt es auf denselben Sonntag.

Der Weltkirchenrat (ÖRK) ermunterte am Donnerstag ebenfalls zu einem gemeinsamen Osterdatum aller Christen. Alle kirchlichen Traditionen seien eingeladen, diese Vision zu unterstützen, hieß es in einer Videobotschaft des ÖRK-Generalsekretärs, Pfarrer Jerry Pillay. „Seit dem 16. Jahrhundert haben die östlichen und westlichen Kirchen unterschiedliche Kalender zur Berechnung des Osterdatums verwendet, und nur selten stimmen sie überein“, so Pillay. In diesem Jahr jedoch gebe es die „seltene und schöne Konvergenz, um am selben Tag gemeinsam das zentrale Geheimnis unseres Glaubens zu verkünden: Christus ist auferstanden!“ (stz/KNA)

16. Februar 2025 – 1. Todestag von Alexej Navalny

Alexej Navalny begann mit der Arbeit an seiner Geschichte kurz nach dem Giftanschlag auf ihn im Jahr 2020. In dem Buch beschreibt er die umfassende Geschicht seines Lebens: seine Jugend in der UdSSR, seinen politischen Weg, sein nie nachlassendes Engagement gegen eine Supermacht, die ihn unbedingt zum Schweigen bringen musste. Messerscharf beobachtet schildert er im Detail den Aufstieg Wladimir Putins. Die Leserinnen werden Zeugen von Navalnys zahlreichen Verhaftungen, den Schikanen, den Attentaten, denen er ausgesetzt war. Da er sein Land und sein Volk liebte, war es für ihn unabdingbar, nach dem Attentat wieder nach Russland zurückzukehren. Seine Gefängnistagebücher spiegeln einen Mann wider, der uns selbst unter den schrecklichstgen Umständen vor Augen führt, warum individuelle Freiheit so wichtig ist. (Aus dem Buchcover)


Christus und dem Evangelium treu bleiben

Ein Aufruf von Geistlichen und Laien der Russischen Orthodoxen Kirche, die zwar in Russland bleiben, aber den Krieg ablehnen.

Veröffentlicht am 7. Januar 2025, dem Tag des Weihnachtsfestes in Russland

Dieses Glaubensbekenntnis wurde von Kirchenleuten, Klerikern und Laien verfasst, die größtenteils in Russland leben und sich genötigt sahen, auf jegliche Hinweise auf die Autorenschaft zu verzichten. Jeder, der die hierin enthaltenen Thesen teilt und bereit ist, sie an andere weiterzuleiten, sei es mündlich oder schriftlich, öffentlich oder auf privatem Weg, kann sich als Teilnehmer an diesem Bekenntnisakt. betrachten.

www.noek.info/hintergrund/3646-christus-und-dem-evangelium


Nimm meinen Schmerz

von Katerina Gordeeva

„Katerina Gordeeva hat ein Buch geschireben, das niemand sonst geschrieben hätte – denn alle schreibenden Menschen, die ich kenne, brauchen viel Zeit, um zu begreifen, was passiert, und deshalb handeln Bücher normalerweise von gestern. Aber Katerina Gordeeva hat schnell verstanden – wir haben ein Buch über das Heute vor uns . Das ist ein sehr seltenes Ereignis“. Ludmila Ulitzkaja

„Nach jeder der 24 Geschichten, nach jedem eindringlichen Detail, springt man auf und geht im Raum umher, auf der Suche nach Antworten auf die Frage: Wann teilten sich gewöhnliche, vertraute Menschen in Menschen und keine Menschen? Wie werden wir künftig mit ihnen leben?. Wie werden sie mit uns leben?“ (Buchcover)

„Lesen Sie dieses Buch. Schieben Sie es nicht auf, bis Sie vermeintlich stark genug und bereit für die Lektüre sind. Wenn Sie es aufschieben, werden Sie dem Bösen, das ständig sein Aussehen verändert, schutzlos ausgeliefert sein. Du must immer über die Person in dir selbst wachen, jede Minute.“ Swetlana Alexijewitsch, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2013

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