
Die Polenow Malschule Tambow mit der integrierten Ikonenmalschule gibt jedes Jahr ein Jahrbuch ihrer Arbeiten heraus: die sogenannten Polenow-Lesungen. Seit 2016 können Ursula und Udo Küppers für diese Lesungen Beiträge einreichen. Sie erscheinen in deutscher Sprache oder in die russische Sprache übersetzt. Die Beiträge dienen dem kulturellen Austausch zwischen Tambow und Wetzlar.
Die Stalingrad Madonna
Wenn ich nach Berlin fahre, besuche ich jedes Mal auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Sie steht am Breitscheid-Platz, einem belebten, beliebten Platz in der Mitte des ehemaligen Berliner Westens und Wahrzeichen der Hauptstadt. Treffpunkt auch gerne für Verabredungen, liegt die Kirche doch in unmittelbarer Nähe zum Berliner Zoo, dem Ausflugsort für junge Familien von Nah und Fern. Ort des Gedächtnisses auch für den Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt 2016, bei dem 13 Menschen getötet wurden. Hier können Sie weiterlesen:
Apostel
Vor einer Woche sind wir aus Berlin zurück gekommen. Unser Sohn Andreas hat dort für drei Monate eine Produktion an der Staatsoper: Il Primo Omicidio von Scarlatti. Die die Menschheitsgeschichte durchziehende Geschichte von Kain und Abel, von Mord und Totschlag. Knapp zwei Wochen waren wir dort, um uns während der Probenzeiten um die beiden Enkelkinder zu kümmern, Clara und Jonathan. Die allen Familienmitgliedern zur Verfügung stehende Wohnung liegt gegenüber der evangelischen Apostel Paulus Kirche. Um sieben Uhr morgens weckt uns das Geläut. Bereits zwei Stunden früher die Geräusche der U7 von Rudow zum Rathaus Spandau. Die Apostel Paulus Kirche war im Zweiten Weltkrieg beschädigt worden: das Dach war abgebrannt, über der Orgel war ein Loch im Gewölbe, die Fenster fehlten. Sie war jedoch die einzige Großkirche Berlins, in der unter der Orgelempore Gottesdienst gefeiert werden konnte. Eine Zeitlang diente sie den Soldaten der Sowjetarmee als Quartier. Hier können Sie weiterlesen:
Elisbeth von Thüringen
Marburg liegt im Tal der Lahn. So wie Wetzlar. Als Kreisstadt des mittelhessischen Landkreises Marburg-Biedenkopf ist sie die achtgrößte Stadt Hessens und verfügte bereits im 13. Jahrhundert über Stadtrechte. Ihren Namen verdankt die Universitätsstadt der früheren Grenze zwischen dem Territorium der Landgrafen von Thüringen und den Erzbischöfen von Mainz. Marburg liegt im Tal der Lahn. So wie Wetzlar. Als Kreisstadt des mittelhessischen Landkreises Marburg-Biedenkopf ist sie die achtgrößte Stadt Hessens und verfügte bereits im 13. Jahrhundert über Stadtrechte. Ihren Namen verdankt die Universitätsstadt der früheren Grenze zwischen dem Territorium der Landgrafen von Thüringen und den Erzbischöfen von Mainz. Hier können Sie weiterlesen:
Frauenfrieden
Ein Foto aus der Luft: da sieht sie aus wie eine Befestigungsanlage: die rechteckige hohe Portalwand zur Straße gewandt, das Kirchenschiff im rechten Winkel zur Zeppelinallee, der anschließende Chorumgang öffnet sich zu einer großen Wiesenanlage mit einem Brunnen, Gemeindehaus und Pfarrhaus sind in der Längsachse des Glockenturmes angefügt. Eine unübersehbare Kirche im Zentrum von Frankfurt, als Denkmal erbaut, als Mahnmal und Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewalt. Sie ist die einzige Kirche in ganz Deutschland, die auf Initiative von Frauen für Frauen errichtet wurde. Mit einer eher ungewöhnlichen Geschichte. Hier können Sie weiterlesen:
Heinrich Vogeler
Ein deutsch-russisches Leben
In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts unternehmen meine Schwiegereltern eine Schifffahrt auf der Wolga. Ihr Reiseleiter heißt Jan Vogeler. Auf ihre Nachfrage stellt sich heraus, dass dieser Jan Vogeler der Sohn von Heinrich Vogeler ist. Im Frühjahr 2023 standen wir in Worpswede bei Bremen auf dem Friedhof am Grab von Jan Vogeler: ein kleiner, unscheinbarer Feldstein mit seinem Namen, dem Geburts- und Sterbejahr: 1923 – 2005. Neben ihm Martha Vogeler und zwei ihrer Töchter, Bettina und Mascha. Was es mit diesem Heinrich Vogeler auf sich hat, und was ihn mit der ehemaligen Sowjetunion verband, davon möchte ich berichten.das Bild einer einsamen Insel mitten im Meer: dieses Bild ist prägend für das Leben Heinrich Vogelers. Als die Flüsse rund um Bremen in seiner Kinderzeit über die Ufer getreten waren und die Wiesen und Auen überfluteten, holte der Vater seinen Sohn und die Geschwister an das Dachfenster, um ihnen die entfernte Insel zu zeigen: den Weyerberg, der im Leben Heinrichs eine ganz entscheidende Rolle spielen sollte. Hier können Sie weiterlesen:
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